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Ölgemälde mit Porträt- Darstellung von Carl Haussner, Wien 1913, Maler Robicsek

Bildnis des Herrn "Carl Haussner" gest. 17. April 1917, Öl auf Leinen signiert "Robicsek Wien 1913", Messingschild mit Gravur "Bürgermeister Carl Haussner", 2015 von Marta Stamenov restauriert.

Inventarnummer
03641
Teilsammlung
Gemälde/Bildwerke/Schilder/Grafiken/Lithografien
Objektgeschichte
Geschichte zur Rettung des Bildes – Info von Frau Erika Kippes aus Hohenau "Vom Feldsberger Rathaus wurden nach dem Krieg alle Bilder entfernt und zum Abtransport vor das Gebäude gestellt. Darunter auch das Bild von Bürgermeister Kippes. Der Oberlehrer Hubacek (auch Organist) hat die Bilder gesehen und nach Hause mitgenommen. Das Bild von Herrn Hausner hat er in der Schule aufgehängt. Da nichts an „Deutsche“ erinnern sollte, hat Lehrer Hubacek bei der Frage des Bezirksschulinspektors nach dem auf dem Bild Dargestellten geantwortet „Das ist Antonin Dworak“ (ein bekannter tschechischer Komponist). Er hatte das auf dem Rahmen angebrachte Namensschild überklebt." Zusatzinfos: Als Ergänzung – Das Gemälde wurde mittels Privat-PkW über die damalige „strenge“ Grenze von der Tschechoslowakei nach Österreich geschmuggelt. Zu Carl Haussner – Bürgermeister von Feldsberg Bürgermeister von 1885 bis zu seinem Tod 1917. In seine Amtszeit fällt die Modernisierung der Infrastruktur. Neues Rathaus, Kanalisierung, Elektrizitätswerk, Wasserleitung, neuer Friedhof, Schulbauten usw. Er war auch Tierzuchtlehrer an der Landw. Schule. Maler Robicsek Jakob Karoly (1867-1941?) -ungarischer Herkunft, angeführt als Student an der Akademie der bildenden Künste München im Jahr 1885 ( Quelle: Seite 152 in Géza Jásza i, Freiburgi. Br. München und die Kunst Ungarns 1800 bis 1945 von Dr.Antónia Izsó) Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes LDS 0642772, Vol.13 über Karl (Károly) (Jakob) Robitschek (Robiczek) "First Name Jakob Last Name Robitsek Date of Birth 28.03.1867 Place of Birth Miskolcz Residence Wien 6, Münzwardeingasse 11/6 Deportation Wien/Litzmannstadt Date of Deportation 15.10.1941 Not survived"
Bemerkungen
Recherchearbeit durch Hans Huysza (Museumsgründer und Leiter): 1879 – In diesem Jahr wurden Neuwahlen für die Gemeindevertretung durchgeführt, nachdem der ursprünglich vorgesehene Termin, der 7. und 8. November, auf Grund eines Protestes der beiden Wahlparteien verschoben worden war. Die beiden Wahlparteien waren die „Bürgerliche Partei“ unter Führung eines Komitees mit Bürgermeister Glatz an der Spitze, sie nannte sich auch Wirtschaftspartei, die zweite Partei war die „Liechtenstein’sche- oder Beamtenpartei“, mit den fürstlichen Bediensteten und den abhängigen Gewerbeleuten, mit Diplomtierarzt Karl Haußner an der Spitze. Die Wirtschaftspartei siegte in allen drei Wahlkörpern. (Erich Kippes-„Die Entwicklung der Region Feldsberg unter der Herrsch.d.Hauses Liechtenstein v.18.bis 20.Jhd – Seite 178). Am 5. und 6. Oktober 1885 kam es wieder zu Gemeindewahlen, Bürgermeister wurde Diplomtierarzt Karl Haußner, der dieses Amt bis in die Zeit des Ersten Weltkrieges ausüben sollte. (Erich Kippes-„Die Entwicklung der Region Feldsberg unter der Herrsch.d.Hauses Liechtenstein v.18.bis 20.Jhd – Seite 179). Am 16. September 1888 konnte das neue Rathaus feierlich eingeweiht und eröffnet werden. Hauptredner war Bgm. Karl Haußner, der sich unter anderem beim regierenden Fürsten bedankte. (Erich Kippes-„Die Entwicklung der Region Feldsberg unter der Herrsch.d.Hauses Liechtenstein v.18.bis 20.Jhd – Seite 180). 31.Juli 1890 – Grundsteinlegung für den vollständigen Neubau des Spitals in Feldsberg- Mitunterzeichnung Bürgermeister Carl Hausner. (Erich Kippes-„Die Entwicklung der Region Feldsberg unter der Herrsch.d.Hauses Liechtenstein v.18.bis 20.Jhd – Seite 100). Am 20. Juni 1893 besuchte der „Wiener Männergesangsverein“ die Sangesbrüder in Feldsberg. Bürgermeister Karl Haußner hieß die Gäste in der „deutschen Stadt Feldsberg“ herzlich willkommen. (Erich Kippes-„Die Entwicklung der Region Feldsberg unter der Herrsch.d.Hauses Liechtenstein v.18.bis 20.Jhd – Seite 181). 1894 – Personalaufgliederung Ackerbauschule Feldsberg. Unter angeführt : B. Hilfslehrer: Karl Haußner, Tierarzt, lehrte Tierheilkunde. (Erich Kippes-„Die Entwicklung der Region Feldsberg unter der Herrsch.d.Hauses Liechtenstein v.18.bis 20.Jhd – Seite 166). Am 10. November 1917 – starb Bürgermeister Karl Haußner, der seine Funktion seit 1885 ausgeübt hatte. (Erich Kippes-„Die Entwicklung der Region Feldsberg unter der Herrsch.d.Hauses Liechtenstein v.18.bis 20.Jhd – Seite 188). Die Bürgermeisterkette – Der Bürgermeister von Feldsberg hatte eine sehr schöne Festkette! Sie wurde im Auftrag der Sparkassa im Jahr 1913 bei der Wiener Goldschmiedfirma Johann Bauer gefertigt. Die Gliederkette schmückt ein großes Medaillon von Franz Josef und ein weiteres, das damals gebräuchliche Wappen von Feldsberg. Weiters zieren 4 große Medaillions mit ziselierten Bildern vom Rathaus, Ackerbauschule, Pfarrkirche, Schloss und sieben kleinen Medaillons mit den N.Ö. Farben. ( M. Luppold-Im Heft „Der Südmährer“-51.Jg. Heft 12 Dez.1999 ).
Schlagworte
Bildwerke, Malerei, Portraits (identifizierte Personen)
Material
Holz, Leinwand, Ölfarbe
Höhe
79 cm
Breite
63 cm
Technik
Malerei, Ölmalerei
Objekttyp
Museumsobjekt

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