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Mobile Dinge

Das Projekt "Mobile Dinge, Menschen und Ideen. Eine bewegte Geschichte Niederösterreichs" untersucht diese Dynamiken in insgesamt sechs Themenbereichen in Zeitschnitten von über 7000 Jahren mittels Objekten aus den Landessammlungen Niederösterreich sowie institutioneller Sammlungen auf dem Gebiet des heutigen Niederösterreichs.

Mit menschlichem Orts­wechsel, egal ob freiwillig oder erzwungen, geht die Mobilität von Dingen und Ideen einher: Die damit verbundene Begegnung mit dem „Fremden“ hatte und hat das Potenzial, das „Eigene“ zu verändern, sei es durch die Attraktivität des „Neuen“ und die damit verbundene Aneignung, oder aber durch Ablehnung desselben. Somit sind mobile Dinge, Menschen und Ideen zentrale Faktoren soziokulturel­ler Veränderung. „Kultur“ als dynamische gesellschaftliche Kategorie und Grundlage gesellschaftlicher Identität wird erst durch den Fokus auf Mobilität verständlich.

Mobilität verändert nicht nur Beschaffenheit und Ausse­hen von Dingen, sondern auch ihre Bedeutung, Zuschreibung und Bewertung durch ihre Benüt­zung und Betrachterung. Forschungsinteresse ist deshalb nicht nur die Mobilität von Dingen, sondern auch die Mobilität, wie sie an Dingen sichtbar wird.