Piattis und Porzellan
Fast zwei Jahrhunderte lang sammelte die Familie Piatti Porzellan aus China, Japan und Europa. Im Zuge des Zweiten Weltkrieges wurden die Stücke zerschlagen. Bis heute wird die zerbrochene Sammlung im „Scherbenzimmer“ in Schloss Loosdorf aufbewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
2023 kam die Sammlung in Bewegung: Dies ist nicht nur das Jahr der Rückkehr von Objekten nach einer Ausstellungstour durch Japan, sondern auch der Start des künstlerischen Forschungsprojekts „Broken Collection“ des Instituts für Konservierung und Restaurierung der Universität für angewandte Kunst Wien unter der damaligen Leitung von Gabriela Krist. Die Ausstellung zeigt neben den Scherben, die mit der Unterstützung des Projekts "ROIP – Reviving Old Imari Project at Loosdorf Castle" in Japan restaurierte Objekte. Diese waren von 2020 bis 2022 Teil einer Sonderausstellung im Okura Museum of Art in Tokyo ("The Tragedy of Loosdorf Castle") und weiterer Ausstellungen im Nationalmuseum Kyushu und Aichi Prefectural Museum of Art.
Das künstlerische Forschungsprojekt „Broken Collection“ beschäftigt sich nun damit, wie man aus der Perspektive der Konservierung und Restaurierung, der Kunst und der Kunstgeschichte jenseits von ausgetretenen Pfaden mit der fragmentierten Sammlung umgehen kann.
