Tag der Museen im March-Thaya-Raum
Zum bereits 17. Mal fand der Tag der Museen im March Thaya Raum am 13. September 2025 statt. Insgesamt neun regionale Museen – in Hohenau an der March, Schrattenberg, Bernhardsthal, Rabensburg, Niederabsdorf, Sierndorf, Jedenspeigen, Dürnkrut und Stillfried – nahmen teil. Rüdiger Wischenbarth vom Otto Berger Heimatmuseum in Bernhardsthal gibt einen Einblick in die verschiedenen Angebote. – Ein Vorbild, das zur Nachahmung empfohlen ist!
Vielfalt und Regionalgeschichte im Fokus
Die Vielfalt an Themen fand großen Anklang bei einem Publikum aus lokaler Bevölkerung, Ausflügler*innen und speziell an Regionalgeschichte Interessierten. Jedes der teilnehmenden Museen hatte ganz besondere Programme vorbereitet. Ob Technikgeschichte etwa am Beispiel der bald 200 Jahre alten Nordbahn oder die Förderung von Erdöl und Erdgas, Schwerpunkte zu Natur und Umwelt, Vielfalt und Artenschutz, Schauschmieden, Bierstacheln und natürlich Weinbau zählten zu den Attraktionen.
Wenn es um lokale und regionale Geschichte geht, dann blickt die Region entlang der historisch immer wieder neu gezogenen Grenzen auf einen über Jahrtausende reichenden Bogen zurück, der bis ins Neolithikum und die allerersten festen Siedlungen reicht. So wurde den Besucher*innen deutlich, wie immer neue Wandlungen diese Region und ihre Menschen prägten.
Museen als lebendige Orte der Vermittlung
Das lokale Dorfleben stellen mehrere Museen in beeindruckend umfangreichen Präsentationen alter Fotografien in den Mittelpunkt. Multimedia-Präsentationen mit geschichtlichen Vorträgen wie auch mit Zeitzeug*innen-Interviews gehören mittlerweile zum Repertoire vieler Ausstellungen. Und natürlich durften auch Programme für neugierige Kinder und Jugendliche nicht fehlen – von der Rätselrallye bis zu Bastelangeboten.
Als weithin sichtbare Gemeinschaftsaktion zwischen den Museen und deren großteils ehrenamtlich arbeitenden Teams fördert der Tag der Museen nicht nur die Vernetzung zwischen den Trägervereinen und den Austausch von Anregungen und Ideen. Auch die regionale Gemeinschaft findet hier Jahr für Jahr eine große Bühne. Keine der Sammlungen wäre entstanden ohne die Leidenschaft und das meist über Jahrzehnte reichende Zusammentragen, Erforschen und letztlich gelungene Umsetzen von Vermittlungskonzepten.
Ein Beispiel gelebter Zusammenarbeit: Die Nordbahn-Schau in Hohenau
Die Sonderschau zur Nordbahn in Hohenau ist dafür ein gutes Beispiel: Diese Ausstellung vereint heute Objekte aus der Sammlung von Dr. Hasidtschka aus Dürnkrut, Objekte aus dem Museum Hohenau, die vor 30 Jahren von Erhard Umlauf zusammengetragen wurden, und Leihgaben von ehemaligen Bahnbediensteten, deren Wissen auch in die von Anton Birsak und Ernst Springer in Zusammenarbeit mit dem Museumsvorstand kuratierte Schau eingeflossen ist.
All das bietet nun eine breite und solide Basis, auf der zum Tag der Museen ein Erzählcafé zur Eisenbahngeschichte anknüpfte und dem heutigen Publikum zu vermitteln vermochte, wie Hohenau der Ort wurde, der heute scheinbar so selbstverständlich im Alltag erlebt wird.
Übrigens: Auch 2026 wird es einen Tag der Museen im March-Thaya-Raum geben, die Planung ist bereits angelaufen.
Text: Rüdiger Wischenbart
Weiterführende Links:
- Tag der Museen: Die teilnehmenden Museen und ihre Sammlungsschwerpunkte
- Heimatmuseum Niederabsdorf EUSEUM
- Museum Hohenau an der March. Ortsgeschichte – Oskar Sima – Eisenbahn
- Otto Berger Heimatsmuseum, Bernhardsthal
- Richard Simoncic-Museum, Rabensburg
- Schaumühle Schrattenberg
- Schloss Dürnkrut
- Stillfried – Zentrum der Urzeit
- Urgeschichtssammlung und Heimatmuseum Sierndorf an der March
- VIVAT Vinum, Jedenspeigen










