Fotos Schweinberg, Guttenhofgegend 6
Die erstmalige Nennung 1449 im Wallseer Urbar (zit. nach Heinrich Weigl, Historisches Ortsnamenbuch von NÖ, Bd. VI, Wien 1965, S. 90) deutet auf eine sehr späte Rodung am Ende des Spätmittelalters hin. Auch die geringe Betriebsgröße von ca. 15 ha und die Lage auf einer schmalen Terrasse auf einem nach NW stark geneigten Hang in 800 m Seehöhe deuten auf eine sehr späte Erschließung unterhalb des Schweinberges hin. Zur Zeit des Aufmaßes im Jahr 1974 war das Wohnhaus noch bewohnt, ein Neubau im Rohbau bereits fertiggestellt. Die ehemalige Schwarze Küche war schon in früherer Zeit durch einen schliefbaren Kamin mit Sparherd und Backofen ersetzt worden, eventuell gleichzeitig mit der Errichtung des Scheunenzubaues 1922. Ob der übliche Speicherteil im Anschluss an das Vorhaus jemals vorhanden war, lässt sich nicht mehr eindeutig entscheiden, es ist durchaus möglich, dass in Erinnerung an das erste Wohnobjekt zur Zeit der Kolonisation kein angebauter Speicherteil errichtet wurde.
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