Fotos Leiten, Schroffengegend 11
Das Gehöft ist in einer Hanglage, die das "Einfangen" des Hofes schwierig macht. Vermutlich wurde ein ehemaliger, haufenhofartiger Paarhof durch Zu- und Einbauten mit Nebengebäuden geschlossen, sodass ein langgestreckter, unregelmäßiger Vierseithof entstand. Vom frühneuzeitlichen Vorgängerbau ist noch der hangseitige Bereich des Wohnhauses erhalten. Dieser ehemalige unterkellerte Speicherteil war wahrscheinlich talseitig durch einen Holz-Blockbau mit einer (Rauch-?)- Stube, eventuell mit einer abgetrennten Kammer, ergänzt. Die Datierung des Rüstbaumes in der rezenten Stube "1776" weist auf den Umbau und die Schaffung neuzeitlicher Strukturen hin. Der hangseitig gelegene Wirtschaftstrakt mit unterkellertem Kasten und freistehendem Schafstall deutet auf die Konzentration ehemals freistehender Einzelgebäude hin. Auch die Göpelhütte und das Saustallgebäude sind als in den Hof "eingefangene" Objekte zu betrachten. Der geringe Großviehbestand erlaubte die Unterbringung des Rinderstalles mit dem Heustadel unter einer gemeinsamen Konstruktion.
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