Bauaufnahme Klein Bichl, Hofrotte 5
Das Gehöft liegt auf der Geländestufe eines nach Südosten fallenden Hanges in ca. 750m über NN. Es wird 1339 erstmals im Weißenburger Urbar erwähnt und fällt noch in die Endphase der Hauptrodung des Spätmittelalters. Die ringförmige Anlage der Einzelgebäude des Gehöftes erinnern an eine frühe Phase der Gehöftbildung, wo der Zusammenschluss der Einzelgebäude zu einem "eingefangenen" Hof erst im Anfangsstadium war. Alle Gebäude mit Ausnahme des Kellers sind als Holzblock- oder Ständerbauten errichtet und stammen durchwegs aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts: der freistehende Körnerkasten aus 1724, die Stube aus 1733 und die Kuchl aus 1750. Der kleine Stall ist als Blockbau im Ständerbau ausgeführt. Die Schwarze Kuchl hatte ursprünglich eine Blocktonnenwölbung, die, so wie der Backofen, zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits abgetragen war. Der Backofen konnte wegen der sichtbaren untersten Steinsetzung rekonstruiert werden. Als Kuriosum sei noch erwähnt, dass es eine Hausschlange gab (Äskulapnatter), die zu bestimmten Zeiten in die "weiße" Kuchl kroch und sich oberhalb eines Bettes auf einem Kleiderrechen niederließ.
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