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Gemeinsam Industriegeschichte erforschen

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Niederösterreich gilt allgemein als Agrarland, doch war und ist es auch ein Ort der Industrie – gerade am Land. Wie lässt sich die regionale Industriegeschichte erforschen? Welche Quellen stehen dafür zur Verfügung, was erzählen sie und welche Themen interessieren gerade die Menschen vor Ort besonders?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Projekt "Industrie im Dorf". Darin werden ausgewählte Industriestätten erforscht und die thematisch passenden Sammlungsbestände der lokalen Museen und Archive digital gesichert und zugänglich gemacht. Fachleute erforschen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, sogenannten „Citizen Scientists“, die ihr Wissen, ihre Erinnerungen und ihre eigenen Fragen einbringen, die regionale Industrie- und Arbeitsgeschicht. So wird das Bewusstsein der Bevölkerung im Ort und auch darüber hinaus für die Bedeutung der regionalen Industriegeschichte gestärkt.

Im August 2026 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter des Projektteams in der Walzengravieranstalt Guntramsdorf, einer von vier Projektwerktstätten, zum gemeinsamen Inventarisieren und einem folgenden Werkstattgespräch. Nicole Mayr, Masterstudentin am Institut für Europäische Ethnologie an der Universität Wien und Ferialpraktikantin beim Museumsmanagement Niederösterreich im August 2026, nahm an den Terminen teil. Sie erhielt Einblicke in die Inventarisierung historischer Bestände und in die gemeinsame Entwicklung von Forschungsthemen mit Ehrenamtlichen und Vereinsmitgliedern. Im folgenden Beitrag schildert sie ihre Eindrücke aus dieser "Museumspraxis".

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